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| Freitag, 12. September 2008 um 00:43 Uhr | |
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Die Firma Beike Biotechnology Ltd. benutzt Nabelschnurstammzellen, um eine große Zahl von Krankheiten, darunter Herzkrankheiten und neurologische Störungen wie Zerebralparese, Rückenmarksverletzungen, muskuläre Dystrophie und Optikushypoplasie, zu behandeln. Dutzende Patienten aus dem Westen kamen bereits nach China, um sich dort der Behandlung zu unterziehen. Ungebunden an die starren amerikanischen Vorgaben einer Doppelblindstudie, die von der U.S. Food and Drug Administration zur Verifizierung verlangt werden - und losgelöst von der politischen Kontroverse, die die Stammzellforschung in den USA begleitet - treibt Beike in China die Stammzelltherapie voran. “Von den mehr als 3.000 Patienten, die mit unseren Stammzellen behandelt wurden", behauptet die Internetseite von Beike, "waren ca. 70-80 % mit ihrer Behandlung zufrieden." Beikes Technologie wurde auf dem ersten China Stem Cell Technology Forum im vergangenen Juli präsentiert. Die in chinesischem Mandarin abgehaltene Konferenz wurde "von mehr als 300 der renommiertesten Stammzellforschern weltweit besucht", sagt das Unternehmen. Besorgt über Berichte zu Patienten, die in China und Thailand Tausende für experimentiellen Therapien ausgaben, hat die internationale Gesellschaft für Stammzellforschung, die International Society for Stem Cell Research (ISSCR), Richtlinien entworfen, die "sicherstellen sollen, dass entsprechende Standards auf gesamten Weg vom Labor bis zum Patienten eingehalten werden, um die Ausbeutung hilfsbedürftiger Patienten zu vermeiden." Unbeirrt haben die Stewarts an die 50.000 US-Dollar gesammelt, um mit Brandon nach China zu reisen. Am 8. August flogen sie von Denver nach Qingdao in der Shandong-Provinz an Chinas Küste, wo sich Brandon einer Serien von Stammzellinjektionen in seine Wirbelsäule unterzog. Neben den Nabelschnurzellen, mit denen Beike seine Patienten behandelt, forscht Beike aktuell auch an pluripotenten Stammzellen (sog. iPS-Zellen), die sich durch Zell-Reprogrammierungstechnologien gewinnen lassen und die eingefroren für spätere medizinische Behandlungen gelagert werden können. Erstmals wurden diese 2006 aus Mäusezellen gewonnen und 2007 gelang dies auch aus menschlichen Zellen. IPS-Zellen gelten als unstrittige Alternative zu embryonischen Stammzellen. Für die Stewarts wurde der einmonatige Aufenthalt in China zu einer noch größeren Belastungen, als John und andere Familienmitglieder am 1.September abreisen mussten und somit Katrina mit ihrem Sohn alleine zurückbleiben musste. “Ich fühle mich ganz anders, seitdem alle am 1. abgereist sind", schrieb sie in ihrem Blog. "Alles, was Brandon sich wünscht, ist China zu verlassen und nach Hause zu gehen. Ich höre ihn mitten in der Nacht im Schlaf sprechen - er sagt dann 'Ich will nach Hause'." Montagnacht, am 15., sollen Katrina und Brandon wieder in Denver landen. Die Reise war ein Erfolg. Auch wenn sein Sehvermögen nie normal sein wird, hat es sich bemerkenswert verbessert. "Er hat das gedruckte Alphabet in einer Woche gelernt", berichtet Katrina in einer E-Mail. "Wir sind so froh, dass wir nach China kommen konnten - das war es wirklich wert."
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| Zuletzt aktualisiert am Montag, 15. September 2008 um 00:47 Uhr |

