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| Stammzelltransplantation hilft MS-Patientin |
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| Multiple Sclerosis | |||
| Dienstag, 18. März 2008 um 08:00 Uhr | |||
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Von Darah Hansen 'Ich habe mich seit der Diagnose nicht mehr so gut gefühlt!' Ein nächtlicher Flug von Ottawa nach Vancouver hatte etwas von einem Wunder für Jacky und Tom Telder aus Surrey im Bundesstaat British Columbia. Leah, das jüngste Kind der Telders, kam in der Flughafenhalle an einem Montagabend wie selbstverständlich auf sie zu - grinsend und winkend. "Das war unglaublich. Sie ging einfach... ich meine, sie konnte wirklich laufen" erinnert Jacky sich an den Moment. Monate zuvor hatte die 24jährige Leag den gleichen Flug in die andere Richtung genommen. Damals war die junge Frau unter den letzten gewesen, die das Flugzeug betraten, humpelnd und auf einen Gehwagen gestützt wie eine alte Frau. Multiple Sklerose hatte ihr Leben im Griff gehabt, seitdem es bei ihr als Jugendliche diagnostiziert worden war, und hatte ihr einen Großteil ihrer Unabhängigkeit genommen, ihr Sehvermögen getrübt, ihre Gedanken verwirrt und an ihrer Kraft gezehrt. "Es war bereits schwer Messer und Gabel zu benutzen, um selbstständig zu essen", sagt Leah. Auf ihrem negativen Höhepunkt hatte ihre Krankheit, die in unvorhersagbarer Weise ihr Immunsystem angreift, die ehemalige Balletttänzerin an den Rollstuhl gezwungen. "Ihr Körper schien zu verfallen", erinnert sich ihre Mutter. Hoffnung kam für Leah im letzten Oktober auf, als sie erst die 17. - und jüngste - kanadische MS-Patientin wurde, die sich einer speziell auf die Verlangsamung der Krankheit gerichteten Stammzellbehandlung unterzog. Zwei Wochen zuvor hatte sie im Ottawa Hospital an einer medizinischen Studie teilgenommen, die vom Neurologen Dr. Mark Freedman und vom Knochenmarksspezialisten Dr. Harold Atkins geleitet wurden. Wie auch die Patienten vor ihr, bekam Leah sehr starke chemotherapeutische Medikamente - was ihr komplettes Immunsystem lahmlegte und dazu führte, dass ihr schulterlanges Haar ausfiel. Zweimal musste sie sich einer Behandlung unterziehen, bei der sie für sechs Stunden auf einem Stuhl festgeschnallt wurde, damit die Ärzte Stammzellen aus ihrem Blut entnehmen konnten. "Wenn Sie sich nur ein bisschen bewegt hätte, hätte es direkt Alarmsignale gegeben", berichtet Jacky über die Prozedur, die absolut exakte Arbeitsabläufe erforderte. Die Stammzellen wurden anschließend ins Labor geschickt und "gereinigt", ehe sie ihr wieder injiziert wurden. Die Theorie hinter der vier Millionen Dollar teuren Studie ist, dass die reinen Stammzellen ihren Weg ins Knochenmark des Patienten finden werden und dort ein neues Immunsystem aufbauen werden, welches frei von MS ist. Die Versuche begannen im Jahr 2001 und werden von der MS Scientific Research Foundation finanziert. Zur Teilnahme in Frage kommen alle Patienten zwischen 18 und 50 Jahren, bei denen entweder konventionelle MS-Therapien ohne Erfolg blieben oder die, wie Leah, zu krank waren, um eine konventionelle Behandlung zu beginnen. Patienten müssen ein schnelles Fortschreiten der Krankheit aufweisen, aber noch in der Lage sein zumindest mit einem Stock zu gehen. Die Studienkoordinatorin Marjorie Bowman hat die Veröffentlichung erster Resultate der Studie, die insgesamt 24 Patienten behandeln möchte, für diesen Sommer angekündigt. Bowman zufolge starb einer der Patienten an den Folgen der Chemotherapie (Die Mortalität beträgt bei dieser sehr schweren Form der Chemotherapie 1:20). Von den 16 anderen Patienten, haben drei von weiteren Krankheitsentwicklungen berichtet, während sich die Gesundheit der 13 anderen verbessert hat. Leah ist sehr glücklich, dass sie der letzten Kategorie angehört. "is lucky enough to be in the latter category. "Ich habe mich seit der Diagnose nicht mehr so gut gefühlt", sagt sie. Sie kann nun wieder aus eigener Kraft laufen und ohne Probleme sprechen. Sie kann Kaffee kochen - etwas, das sie seit ihrem 21.Lebensjahr nicht mehr tun konnte. Und der Großteil ihres Sehvermögens ist zurückgekehrt.
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 19. März 2008 um 05:50 Uhr |


