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| Junge aus Caernarfon beginnt Stammzellbehandlung in China |
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| Optic Nerve Hypoplasia | |||
| Freitag, 08. Mai 2009 um 21:28 Uhr | |||
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Quelle: Daily Post
Ein blinder Junge ist zusammen mit seiner Familie 8.000 km nach China geflogen in der Hoffnung, dass dortige Ärzte ihm etwas seiner Sehkraft zurückgeben können.
Joshua Clark, 21 Monate alt, der aus dem nordirischen Caernarfon stammt, wurde mit einer Hypoplasie des optischen Nerves (ONH) geboren und ist vollkommen blind. Seinen Eltern Joanna und Anthony wurde bei der Geburt gesagt, dass es dagegen keine Behandlung gebe. Doch sie hoffen mit einer innovativen Stammzellbehandlung in China etwas Licht in das Leben ihres Jungen bringen zu können.
Ein Aufruf zu Spenden über insgesamt 40.000 britische Pfund wurde im letzten Oktober gestartet und die Summe konnte mit Hilfe der Leser der Daily Post schnell erreicht werden.
So konnte Joshua zusammen mit seinem Eltern und seiner Großmutter Gill am letzten Wochenende nach Shanghai fliegen und befindet sich nun im Zhejiang Xiaoshan Hospital in Hangzhou, das sich ungefähr drei Stunden westlich von der Küstenstadt entfernt befindet.
Mit E-Mails und regelmäßigen Anrufen über Skype (Internettelefon) halten sie Kontakt mit Familie und Freunden und zudem schreibt Joanna in einem Blog (Internettagebuch) über ihre Erlebnisse.
Sie erzählt: "Wir rufen meinen Vater, unsere Großmutter und Geschwister zu Hause mit Skype an, was wirklich eine tolle Sache ist, da wir uns per Bildübertragung sogar gegenseitig sehen können"
“Wäre es nicht toll, wenn Joshua sie eines Tages, während wir noch in China sind, auch sehen könnte?”
In ihrem Blog schreibt Joanna, dass die Behandlung Anfang der Woche begonnen hat und dass es Joshua "sehr gut geht".
“Josh hatte seine erste Stammzellbehandlung intravenös".
“Nachdem sie eine Ader in seinem Fuß gefunden hatten, wurde das zur Injektion notwendige Röhrchen an einen kleinen, durchsichtigen Beutel angeschlossen, in dem sich eine gelbe Flüssigkeit, die magischen Stammzellen, befanden."
“Der Beutel beinhaltet zwischen 10 und 15 Millionen Stammzellen und es dauerte knapp 30 Minuten bis die Injektion in Joshuas Körper abgeschlossen war. Er wird weitere Infusionen im Vier-Tages-Rhythmus erhalten.”
Joanna hofft, dass die Behandlung es Joshua ermöglichen wird Lichter zu erkennen, Farben und Formen zu sehen, und er auch in der Lage sein wird zwischen Tag und Nacht zu unterscheiden. Insgesamt wird Joshua acht Stammzellbehandlung erhalten und sechs Wochen im Krankenhaus verbringen. Zudem bekommt er Physiotherapie und wird mit elektrischen Wellen behandelt, um seine Beinmuskeln zu stärken, damit er krabbeln und gehen kann. "Ihm geht es sehr gut. Sein Appetit und sein Schlaf sind unglaublich gut seitdem er hier ist, besser als zu Hause," sagt Joanna.
Wenn er wieder zu Hause ist, wird er ein Jahr lang jeden Tag eine Stunde in einer Sauerstoffkammer verbringen müssen, um der Stammzellbehandlung zum bestmöglichen Erfolg zu verhelfen. Diese Sauerstoffkammer wurde der Familie bereits kurz vor ihrer Abreise zu ihrem Haus in der North Road in Caernarfon geliefert. Joshuas Großvater Kevin ergänzt: "Joanna und Anthony haben ihre Entscheidung nach China zu gehen auf Basis medizinischer Einschätzungen und menschlichen Instinkts getroffen. Ich drücke die Daumen, dass Joshua in nicht allzu langer Zeit etwas sehen kann. Ohne Behandlung gab es keinerlei Hoffnung. Also sollte niemand Eltern beschuldigen, die versuchen in China einen Treffer ins Schwarze zu landen.”
Zwei Mädchen aus Nordirland sind erst vor wenigen Tagen aus China zurückgekommen mit "erfreulichen Ergebnissen". Eines der Mädchen, die dreijährige Dakota, die zuvor nicht in der Lage war Formen und Objekte zu identifizieren, kann nun sogar Gesichter erkennen.
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, 08. Mai 2009 um 21:39 Uhr |

