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| Multiple Sklerose durch körpereigene Stammzellen umgekehrt |
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| Multiple Sclerosis | |||
| Freitag, 30. Januar 2009 um 17:21 Uhr | |||
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“Das ist die erste Studie, die eine Möglichkeit zeigt die Einschränkungen durch MS umzukehren", sagt Richard Burt, Professor für Immuntherapie an der Northwestern und führender Autor der Studie, die heute in der britischen Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlicht wurde. "Bei einigen sind alle Symptome verschwunden." Bei einer Erkrankung an Multipler Sklerose greifen die Immunzellen des Patienten das zentrale Nervensystem an, was sich negativ auf Sehvermögen, Koordination, Körpergleichgewicht und kognitive Fähigkeiten auswirkt. Patienten wurden die hämatopoietischen, blutbildenden Stammzellen entnommen, ehe die Immunzellen des Knochenmarks durch die Medikamente der Chemotherapie zerstört wurden. Anschließend wurden die Stammzellen injiziert, um das Knochenmark neu auszubilden.
Abgedunkeltes Sehvermögen “Es war so, als ob jemand auf einmal das Licht abgedunkelt hätte", erzählte er uns gestern am Telefon. Er litt auch an Schwindel, schwachem Gleichgewicht und Müdigkeit, die ihn so müde machte, dass er jeden Tag nach der Schule drei Stunden schlafen musste. McClure fuhr Ende 2005 nach Chicago, um an der einmonatigen Studie von Burt teilzunehmen, und hat seitdem keine Medikamente mehr benötigt.
‘Ein Segen’ Forscher glauben, dass in den frühen Phasen der Erkrankung die Immunzellen die Nervenzellen angreifen. Dies zerstört das Myelin, das die Axone, die langen faserartigen Fortsätze einer Nervenzelle, umgibt. “Die Forschung hat herausgefunden, dass es entscheidend ist die Krankheit früh zu stoppen, um die neurologische Degeneration und den Fortschritt der Krankheit zu stoppen.", sagte uns Patricia O'Looney, Vizepräsidentin für den Bereich biomedizinische Forschung bei der National MS Society, gestern im Telefoninterview. In früheren Studien haben Burt und andere Wissenschaftler versucht, Patienten im fortgeschrittenen Krankheitsstadium mit Stammzellen des Knochenmark zu behandeln, was erfolglos blieb.
Unwirksamkeit bei fortgeschrittener Erkrankung “Wenn Sie das gleiche bei weiter fortgeschrittenen Patienten versuchen, verbessern sich diese nicht", sagt er und vermutet, dass es daran liegt, dass die Immunzellen zu diesem Zeitpunkt bereits die Nervenzellen geschädigt haben. O’Looney nennt die Ergebnisse von Burts Studie vielversprechend und hofft auf Wiederholung in einer größeren Studie, in der Burt die Stammzelltherapie mit den existierenden Methoden vergleichen will. Dafür sucht er aktuell 55 Patienten in den USA, Kanada und Brasilien. Sollten die Ergebnisse sich bestätigen, "so denke ich, dass wir die Herangehensweise an diese Krankheit grundlegend ändern solten", sagt Burt. Kontaktdaten des Reporters: Rob Waters in San Francisco, E-Mail-Adresse:
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