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Hoffnung für Imogen (2) Drucken E-Mail
Optic Nerve Hypoplasia
Freitag, 17. Juli 2009 um 14:30 Uhr

Quelle: Thisissomerset  

Die Eltern der kleinen Imogen James hoffen, dass ihre Tochter bald in der Lage sein wird, sie zu sehen, nachdem die Zweijährige fast ihre Geburt nicht überlebt hätte und beinahe vollkommen blind auf die Welt kam.

Der 30jährige Nick James und seine 25jährige Frau Lauren sammeln tausende von Pfund, die es ihrer Tochter ermöglichen sollen sich einer Stammzelltherapie in einer chinesischen Klinik zu unterziehen.

Imogen kämpfte bei ihrer Geburt mit dem Tod und musste zehn Tage in einer Spezialabteilung des Yeovil District Hospital in Yeovil (Großbritannien) verbringen. Entgegen aller Befürchtungen überlebte sie, aber es wurde eine Optikushypoplasie (Unterentwicklung des optischen Nerves, auch ONH) festgestellt, die dazu geführt hatte, dass sich während der Schwangerschaft der optische Nerv des Mädchens nicht ausbildete. Dadurch ist sie beinahe vollkommen blind und ist aufgrund eines niedrigen Muskeltonus zudem in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt.

Imogens Eltern, die aus Yeovil, einer Stadt in der britischen Grafschaft Somerset stammen, wurde von den Ärzten gesagt, dass es in Großbritannien für diese Krankheit keinerlei Behandlungsmethoden gibt. Nichtsdestotrotz schöpften die James Hoffnung auf eine freudigere Zukunft, nachdem sie von einer Klinik in China gehört hatten, die auf dem Gebiet der Stammzellbehandlung Pioniersarbeit leistet.

Inspiriert vom Fall des nordirischen Mädchens Dakota Clarke, die die James im April besuchten und die nach einer Stammzellbehandlung in China erhebliche Verbesserungen zeigte, haben die James eine Spendesammlung gestartet, um die für die Behandlung erforderliche Summe von 30.000 Pfund aufzubringen.

Sie sind ihrem Ziel mittlerweile ein großes Stück nähergekommen und haben in dieser Woche ihre Flüge nach China für den Dezember gebucht. Sie werden einen Monat mit der medizinischen Firma Beike Biotechnology zusammenarbeiten, deren Behandlungen im Zhejiang Xiaoshan Hospital in Hangzhou stattfinden. Während sechs Behandungen werden Stammzellen, die aus Nabelschnurblut gewonnen wurden, Imogen in den Kopf injiziert. Die Behandlung wird es ihr ermöglichen zu sehen und aus eigener Kraft zu gehen und zu stehen.

Herr James sagt: "Dies hat uns Hoffnung gegeben, da ihr selbst eine einprozentige Verbesserung ihrer Sehfähigkeit deutlich mehr Lebensqualität geben würde. Die britischen Ärzte sagen zwar, dass es nicht zur kompletten Kurierung ihrer Beschwerden führen wird, aber wir haben Dakota in Nordirland besucht und sie kann nun ein wenig sehen, und es gibt auch das Beispiel eines Teenagers aus den USA, die behandelt wurde und nun sogar ihre Führerscheinprüfung bestanden hat."

Als weltweiter Marktführer auf dem Gebiet der Stammzelltechnologie ist China mehrfach negativ für seine laxe Handhabung bei der Überwachung der Einhaltung von ethischen Standards kritisiert worden. Aber Imogens Familie will alles unternehmen, um die Lebensqualität ihrer kleinen Tochter zu erhöhen.

Herr James, Ingenieur bei der Royal Navy, sagt: "Als wir erstmals von der Möglichkeit einer Stammzellbehandlung hörten, waren wir zunächst unentschlossen. Aber nachdem wir die Dakotas Verbesserungen mit eigenen Augen gesehen hatten, wussten wir, dass wir das definitiv auch ausprobieren mussten und wir trafen Ende April unsere Entscheidung."

Vor ungefähr sechs Monaten war die Familie nach Schottland gezogen, doch in ein paar Wochen werden sie zurück nach Yeovil ziehen.

Herr James, der dann wieder beim Royal Naval Air Service in Yeovilton stationiert sein wird, sagt, die Hauptmotivation für die Rückkehr nach Yeovil war die in der Region verfügbare bessere medizinische Versorgung für Imogen. Er werde den Rest seiner Karriere bei der Royal Navy in der Airbase stationiert sein. Er ergänzt: "Imogen war an das Balidon-Krankenhaus für Kinder mit besonderen Bedürfnissen in Yeovil gewöhnt, aber hier in Schottland ist keine solche Einrichtung vorhanden. Sie hat es wirklich vermisst, und wir sind überzeugt, dass es das Richtige ist zurückzukommen".

Bei unserer ersten Spendenveranstaltung im Crown & Victoria-Pub in Tintinhull am Sonntag, den 20.September, wird die lokal bekannte Band Storm auftreten. Sammelboxen für Spenden finden sich in der ganzen Stadt und Herr James plant in Oktober den Eden-Project-Halbmarathon zu laufen. Verschiedene andere Projekte sind ebenfalls bereits in Planung.

"Wir hatten schon ein paar Ideen um Geld zu sammeln in Schottland und bekamen große Unterstützung für unsere Spendensammlung dort. Wir hoffen, dass wir in der Lage sind dies in Yeovil fortzusetzen", sagt er.

Der andere Sohn des Paares Dylan wurde vor acht Monaten gesund geboren. Er hat sich in den ersten Monaten seines Lebens normal entwickelt, während seine Schwester bis heute nicht ohne Hilfe krabbeln kann. Imogen wird am Freitag, den 28.Juli, ihren dritten Geburtstag feiern.

Frau James, die ihren Job bei der Navy aufgegeben hat, um für ihre Tochter Imogen da zu sein, hofft: "Obwohl die Behandlung natürlich keine geheimnisvolle Kur aller Beschwerden ist, könnte es für Imogen den Unterschied ausmachen, ob sie per Blindenschrift lesen lernt oder eines Tages zumindest Großbuchstaben erkennen wird.

"Das wird eine große Summe Geld kosten. Darum wird jede Spende, sei sie noch so klein, helfen Imogens Leben massiv zu verändern."

Mehr Informationen sind auf www.helpimogensee.org einsehbar. Spenden können ebenfalls auf das Spendenkonto bei der Royal Bank of Scotland überweisen werden, mit der Bankleitzahl 83-15-15 und der Kontonummer 00315310.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 31. März 2010 um 13:47 Uhr
 

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